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Ho Chi Minh City (Saigon), Mittwoch Die dreiwoechige Reise durch Vietnam ist von Sueden (Saigon) nach Norden (Hanoi) geplant, da es im Laufe des Maerz in Saigon immer heisser werden wird (jetzt sind es schon um die 30 Grad), waehrend Hanoi dann noch angenehme Temperaturen um die 25 Grad haben wird. Die Reise ist zwar als ‘backpacker tour’ vorgesehen, d.h. Flug, Unterkuenfte und Verkehrsmittel im Land werden selber organisiert, soll aber etwas komfortabler als Afrika und nicht so teuer wie eine Studiosusreise werden (also keine 1 EUR oder 100 EUR fuer ein Zimmer und auch keine Sammeltaxis). Vielleicht gibt es dann nicht so viel Interessantes oder Lustiges zu berichten. Schaun mer mal. Diesmal bin ich nicht alleine unterwegs, sondern Edith, ihr Bruder Arthur, Schorse (ein guter Freund) und seine Tochter Nina, die in Australien lebt, reisen mit. Eine gewisse ‘Emma’ war am Start auch stuermisch mit von der Partie. Emma (weil sie so viel Unheil anrichten, bekommen Stuerme wohl weibliche Namen) brachte naemlich letzten Samstag den Flugplan so durcheinander, dass wir in Duesseldorf gar nicht erst wegkamen. Die anderen hatten zu ihrem Glueck unterschiedliche Abflughaefen. Montagabend klappte es dann ohne Probleme, und wir kamen ueber Zuerich und Hongkong Dienstagnacht in Ho Chi Minh City, das haeufig wieder Saigon genannt wird, an. Beim Geldwechseln wurden wir schnell Millionaere, denn fuer 100 EUR bekamen wir rund 22 Mio Dong. Gegen Mitternacht erreichten wir unser Hotel. Fuer uns war es allerdings gefuehlte ‘Vorabendkrimi’ Zeit, denn die Zeitdifferenz betraegt + 6 Stunden. So gab es dann Probleme mit dem Einschlafen, obwohl wir rund 24 Stunden von der Strassenbahnhaltestelle “Oststr.” bis zur “Bui Vien Street” unterwegs waren. Unser Hotel befindet sich im ‘backpacker’ Viertel “Pham Ngu Lao”, inmitten vieler Guesthouses, Cafes, Bars, Reisebueros etc. Im Reisefuehrer wird es so beschrieben: “Kaum irgendwo in Asien kann man so exklusiv billig wohnen wie hier…”. So haben wir fuer 20 US $ ein Zimmer mit Sat-TV, Minibar, Telefon, AC und natuerlich eine warme Dusche. Also alles, wovon ich in Mali nur traeumte, es letztendlich aber nicht vermisste. Das hoert sich jetzt fast so an, als ob ich ‘meiner’ Pinasse nachtrauere, dem ist natuerlich nicht so. Eigentlich hatten wir von Mittwoch bis Donnerstag die Tempelanlage Angkor Wat in Kambodscha eingeplant, aber diesmal brachte nicht eine Pinasse, sondern ‘Emma’ meine Plaene durcheinander. Edith und ich verzichteten also auf Angkor Wat. Wir sind ja hier, um Vietnam und seine Bevoelkerung etwas kennenzulernen und nicht, um jede ‘Sehenswuerdigkeit am Rande’ nach dem Motto “Suedostasien in 20 Tagen” abzuhaken. Die anderen Drei waren ja schon zwei Tage frueher hier und machten sich nach dem Fruehstueck (der super gesuesste Milch-Nescafe aus Mali scheint mich zu verfolgen) auf den Weg, bzw. Flug nach Kambodscha. Waehrend die anderen also ‘auf Kultur’ machten, genossen Edith und ich am Mittwoch das bunte Treiben von Saigon, mit seinen vielen Rollerfahrern, fliegenden Haendlern (die ein “Nein” auch als ein solches akzeptieren), Garkuechen, etc., also mit dem Menschengewimmel, das man mit Suedostasien assoziiert. Vom Essen her bin ich hier sowie so gut aufgehoben, denn Vietnam ist ein ‘Reis-und-Nudel-Land’, und zum Fruehstueck kann man hier schon Nudelsuppe essen. |